Kontaktlinsen: Kostenübernahme durch die Krankenkasse

Bildquellenangabe: Thorben Wengert / pixelio.de

Kontaktlinsen werden zur Korrektur eines Sehfehlers auf die Hornhaut des Auges eingelegt. Die weit verbreiteten Seheinschränkungen, wie die Kursichtigkeit und Weitsichtigkeit, aber auch die Alters- und Stabsichtigkeit können damit korrigiert werden. Auch eine Hornhautdeformierung kann man mit Kontaktlinsen (torische Kontaktlinsen) ausgleichen.

Die Tageslinse oder One-Day-Linse
Die Art dieser Augenkorrektur ist schon um 1636 erwähnt und wurde im Laufe der Jahre immer wieder verbessert, bis der heutige perfekte Stand der Kontaktlinsen erreicht wurde. Unterschiedliche Arten von Kontaktlinsen gibt es, da stehen weiche und harte Linsen den Augen zur Verfügung, die individuell auf den Träger angepasst werden. Die Tageslinse wird nur einmal getragen, danach wird sie entsorgt. Damit besteht auch ein großes Maß an Hygiene. Die Tageslinsen sind für die Menschen gedacht, die nur ab und zu Kontaktlinsen tragen, beispielsweise beim Sport oder für Allergiker. Der Vorteil ist, dass das ganze tägliche Pflegeprogramm wie Reinigen und Aufbewahrung entfällt und immer eine frische Kontaktlinse für den einmaligen Gebrauch genutzt wird. Ebenso vorteilhaft ist die Sehhilfe für den Tag, für Patienten mit empfindsamen Augen gedacht. Wird die Sehhilfe nur beim Sport oder beim Autofahren gebraucht, ist die Tageslinse eine gute Alternative.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten von Tageslinsen?
Die Krankenkassen übernehmen nur in bestimmten Fällen die Kosten. Generell besteht ja die Wahlfreiheit auch in Sachen Augenkorrektur für jedes Mitglied unter 18 Jahren. Für Erwachsene zahlt die Krankenkasse Zuschüsse, wenn krankhafte Veränderungen am Auge zu finden sind und wenn das Tragen von Kontaktlinsen medizinisch notwendig erscheint. Das können Erkrankungen der Hornhaut, eventuell eine Krümmung oder eine Hornhauttransplantation sein, aber auch hohe Fehlsichtigkeit mit über 8 Dioptrien sein, das schließt die Kurz-, als auch Weitsichtigkeit mit ein. Ebenso wenn eine nicht gleichartige Brechkraft an beiden Augen vorliegt, die eine Anisotropie von einem Unterschied von mehr als 2 Dioptrien ausmacht. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob das Tragen von Kontaktlinsen der einer Brille aus medizinischer Sicht vorgezogen werden muss. Auch werden Zugeständnisse von der Krankenkasse gemacht, wenn es mit dem Tragen von Linsen zu mehr als 50 % verbesserter Sicht kommt. In den vorgenannten Fällen muss natürlich eine Indikation durch den Arzt bestätigt werden. Im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen, finden sich alle Leistungen die von ihr bezahlt werden. Ansonsten gelten die üblichen Zuzahlungsbedingungen.

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