Surfsticks-mit dem Laptop überall ins Internet

Das mobile Internet ist mittlerweile in aller Munde. Viele mobile Endgeräte sind heute in der Lage, auch unterwegs eine Verbindung mit dem Internet aufzunehmen. Dies geschieht in erster Linie über einen sogenannten Surfstick. Ein Surfstick ist ein USB-UMTS-Adapter, mit dem über ein integriertes Einwahlprogramm eine Verbindung zu einem Mobilfunknetz eines Internetproviders hergestellt wird. Einzige Voraussetzung für den Einsatz eines Surfsticks ist lediglich ein freier USB-Port am mobilen Endgerät. Dies kann ein Note- oder Netbook sein oder ein Tablet-PC.

Viele Mobilfunkbetreiber bieten Surfsticks mit unterschiedlichen Konditionen an. Entweder entscheidet man sich hier für eine Internetflatrate und schließt einen 24-Monatsvertrag ab, oder man wählt beispielsweise eine Prepaid-Variante und ist hierdurch nicht an einen Vertrag gebunden. Prepaid-Surfsticks findet man häufig bei den bekannten Lebensmittel-Discountern. Hier berechnet sich beispielsweise der Verbrauch nach Megabyte, als Tagesflatrate oder auf Wunsch als 30-Tage-Flaterate. Im Gegensatz zu einem Flatrate-Vertrag mit 24monatiger Laufzeit kann der Kunde hier sein Surfverhalten sehr gut steuern und bezahlt nur die verbrauchten Einheiten. Tagesflatrates liegen bei etwa 2 Euro, für 30 Tage muss man ungefähr 15 Euro bezahlen. Wer dennoch häufig im Netz unterwegs ist, sollte sich aber lieber gleich für eine vollwertige Flatrate entscheiden, da diese auf lange Sicht doch günstiger ist. So bieten einige Anbieter bereits für knapp 10 Euro eine Monats-Internetflatrate an. Der Markt ist hier ständig im Umbruch, so dass vor dem Abschluss eines Vertrages die Preise aufmerksam verglichen werden sollten.

Surfstick-Erfahrungen.de

Ein großer Vorteil eines Surfsticks ist natürlich die räumliche Unabhängigkeit, an jedem Ort im Internet surfen zu können. Dieser Vorteil wird aber insoweit getrübt, dass die Surfgeschwindigkeit stark von der Netzverfügbarkeit abhängig ist. Noch ist Deutschland nicht flächenmäßig mit einem schnellen UMTS-Netz versorgt. Dort wo es möglich ist, sind teilweise über das HSDPA-Verfahren Geschwindigkeiten bis zu 7,2 Mbit/s denkbar. Dort macht das Surfen über einen Surfstick Spaß. Hier merkt man kaum den Unterschied zu einer stationären DSL-Verbindung. In Gegenden, wo UMTS nicht verfügbar ist, sinkt die Geschwindigkeit auf die langsamere GSM-Übertragung. Dies wirkt sich natürlich auf ein schleppendes Surfverhalten mit langsamen Bildaufbau und langen Reaktionszeiten aus. Generell hat man als Anwender in größeren Städten keine Probleme mit einem Geschwindigkeitsverlust. Anders sieht es daher in den ländlichen Bereichen aus.

Bauartbedingt unterscheiden sich die Surfsticks nur unwesentlich voneinander. Sie ähneln alle eher einem normalen USB-Speicherstick. Im Inneren befindet sich jedoch ein UMTS-Modem, mit welchem die Verbindung zum Provider hergestellt wird. Einer der bekanntesten Hersteller von hochwertigen Surfsticks ist die chinesische Marke Huawei. Das Unternehmen hat bereits viele unterschiedliche Modelle auf dem Markt vorgestellt, die größtenteils von den bekannten Mobilfunkprovidern aber unter deren Namen herausgegeben werden. Viele Anwender finden den Einsatz von Surfsticks störend, da diese während des Betriebs seitlich am Notebook oder Netbook hervorstehen und bei unsachgemäßer Handhabung leicht aus dem USB-Port herausbrechen können. Eine vorsichtige Handhabung ist daher das oberste Gebot. Einige Modelle besitzen zusätzlich noch einen kleinen Antennenanschluss, an dem eine externe Mobilfunkantenne angeschlossen werden kann. Wer in einem abgeschirmten Bürogebäude surfen möchte, kann die Verbindung über eine Antenne mit einer Verlängerung aus dem Fenster des Bürogebäudes wesentlich verbessern.

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